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A bis Z: Medizin

Hier finden Sie wichtige Begriffe aus der Stammzellforschung und der Medizin.

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S

somatisch: den Körper betreffend
Somatische Stammzelle: Stammzellen, die in den verschiedenen Geweben des Organismus vorkommen. Sie sind multipotent.
Somiten: eingedeutschtes Latein von somitus, sogenannte Ursegmente (Urwirbel), die vorübergehend in der embryonalen Entwicklung der Wirbeltiere auftreten.
Stammzell-Linie: Zellkulturen (in vitro), deren Zellen alle von einer einzigen Stammzelle abstammen.
Stammzelle: Jede Zelle, die sich selbst durch Zellteilung reproduzieren und sich zu spezialisierten Zellen weiter entwickeln kann (Differenzierung). Mehr...
Stammzelle, adulte: Stammzellen im geborenen Organismus, im Gegensatz zu embryonalen Stammzellen. Sie regenerieren das Gewebe bei Verletzungen oder decken den Verbrauch kurzlebiger Zellen, beispielsweise im Knochenmark. Auch Stammzellen aus Nabelschnurblut gelten als adulte Stammzellen.
Stammzelle, embryonale: Stammzellen, die aus der inneren Zellmasse von frühen Embryonen (5. – 6. Entwicklungstag, 100 – 150 Zellen) gewonnen werden. Dabei wird der Embryo zerstört. Sie sind pluripotent.
Stammzelle, multipotent: „Mehrfachkönner“ – Zelle hat die Fähigkeit, einige verschiedene spezialisierte Zellen und Gewebetypen zu bilden. Blutstammzellen bilden verschiedene Blutzellen, Knochenstammzellen bilden Knochenzellen etc.
Stammzelle, pluripotent: „Vieleskönner“ – Zelle hat die Fähigkeit, viele verschiedene spezialisierte Zellen und Gewebetypen zu bilden. Sie kann keinen ganzen Organismus mehr bilden. Embryonale Stammzellen aus der inneren Zellmasse gelten als pluripotent. Aus ethischen Gründen darf man das aber beim Menschen nicht prüfen, denn man darf nicht mit menschlichen Embryonen experimentieren.
Stammzelle, somatische: Stammzellen, die in den verschiedenen Geweben des Organismus vorkommen. Sie sind multipotent.
Stammzelle, totipotent: „Alleskönner“ – Zelle hat die Fähigkeit, alle Gewebe des Körpers oder sogar einen ganzen Organismus zu bilden. Eine befruchtete Eizelle ist sozusagen die “ultimative” totipotente Zelle, denn aus ihr entwickelt sich jeder Mensch.
Stammzellen, allogene: Stammzellen, die von einer anderen Person stammen, als die, der sie eingesetzt werden.
Stammzellen, autologe: Stammzellen, die von der Person stammen, der sie wieder eingesetzt werden.
Stammzellen, induzierte: Hautzellen eines Erwachsenen werden durch Retroviren, die Träger bestimmter Gene sind, dazu angeregt, sich wieder in embryonale Zellen zurück zu entwickeln.
Stammzellen, neonatal: Zellen aus dem Blut der Nabelschnur und der Plazenta. Sie sind eine Art adulter Stammzellen, die Blut bilden können (multipotent). Sie können ohne Gefahr für Mutter und Kind bei der Geburt entnommen werden.
Stammzellforschung: In Tierversuchen werden Stammzellen eingesetzt, um Tumore zu behandeln. Man forscht über den Einsatz bei Herzinfarkten, wo Stammzellen geschädigte Gewebe ersetzen sollen. Darüber hinaus wird in vitro versucht, Gewebe, Organe, Knochen oder Knorpel aus Stammzellen zu züchten.
Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen Centrum für Bioethik - Westfälische Wilhelms-Universität Münster Zentrum der Didaktik für Biologie - Westfälische Wilhelms-Universität Münster Universitätsklinikum Münster Bundesministerium für Bildung und Forschung