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Parteiprogramm der Ökologischen Partei Deutschlands

Parteivertreter:
Dr. Claudius/ Claudine Buch Dipl.-Ing. Yusuf Kiyik
Sachverständige, die von der ÖPD berufen wurden:
Prof. Dr. Beatrice Hausmann    Prof. Dr. Dr. Cordelia Erdmeier-Liebig

Parteiprogramm (Auszüge)

Präambel

Im Mittelpunkt unserer Politik steht der Mensch mit seiner unantastbaren Würde und seiner Freiheit. Wir wollen allen Menschen ein von Vernunft geprägtes selbst bestimmtes Leben ermöglichen. Als Teil der Natur kann der Mensch nur leben, wenn er die Natur achtet und die natürlichen Ressourcen schützt. Unsere Vision ist die Verwirklichung von Gerechtigkeit in all ihren Dimensionen: Gerechtigkeit gegenüber lebenden Menschen, zukünftigen Generationen, aber auch gegenüber der Natur.

Freiheit der Forschung

Die ÖPD tritt für die Freiheit von Wissenschaft und Forschung ein. Da sich neue Technologien sehr schnell entwickeln, setzen wir uns dafür ein, dass bereits bei der Einführung neuer Technologien eine Technikfolgenabschätzung vorgenommen wird. Dies gilt insbesondere für den Bereich der Biomedizin. Dafür braucht es einen öffentlichen Diskurs, der über die Expertenwelt hinausreicht. Forschung und Wissenschaft müssen beschränkt werden, wo sie die Menschenwürde zu verletzen drohen etwa bei Experimenten mit Menschen oder bei ihrer Klonierung. Grenzen sind ebenfalls zu ziehen, wenn die Forschungstätigkeit hohe Umweltrisiken erzeugt und wenn tier-ethische Prinzipien verletzt werden.

Moderne Biomedizin

Die ÖPD sieht in der modernen Biomedizin große Potenziale, aber auch enorme Gefahren. Menschenwürde und Menschenrechte haben Vorrang vor Forschungs- und Verwertungsinteressen Dritter. Darum lehnen wir verbrauchende Embryonenforschung und Klonen von Menschen ab. Zellen und Gewebe sind keine Ware – auch nicht für die biomedizinische Forschung. Die ÖPD tritt für eine Forschung ein, die sich an den Problemen heute lebender Patienten und Patientinnen orientiert, nicht an technischen Ansätzen. Wir brauchen deshalb eine ethische Begleitforschung, die unabhängig von direkten Forschungsinteressen ist.

Gesundheit

Die ÖPD tritt für eine Gesundheitspolitik ein, die abwägt, ob das durch den medizinischen Fortschritt technisch Mögliche auch das moralisch Vertretbare sowie das gesellschaftlich Richtige ist. Krankheit und Tod gehören ebenso zum menschlichen Leben wie die Gesundheit. Medizinischer Fortschritt muss sich an der Menschenwürde, den Rechten von Bürgerinnen und Bürgern und an der Vielfalt des menschlichen Lebens orientieren. Die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft sind unser Maßstab für die ethische Güte von Entscheidungen.

Förderung von Frauen

Die ÖPD tritt für eine gleichberechtigte Beteiligung der Frauen in den Wissenschaften ein. Frauenförderung und Frauenforschung sind eng miteinander verbunden. Feministische Wissenschaftskritik hinterfragt die traditionell männlich geprägten Wissenschafts- und Hochschulstrukturen und den Ausschluss der „weiblichen“ Lebenszusammenhänge aus Lehre und Forschung.

Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen Centrum für Bioethik - Westfälische Wilhelms-Universität Münster Zentrum der Didaktik für Biologie - Westfälische Wilhelms-Universität Münster Universitätsklinikum Münster Bundesministerium für Bildung und Forschung