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Ethiktest

Der Ethiktest setzt nur geringer Vorkenntnisse voraus und ist zum Beispiel gut für den Einstieg ins Thema geeignet.

Der Ethiktest soll einen differenzierten und motivierenden Einstieg in das Thema „Stammzellen" ermöglichen. In der Regel haben Schülerinnen und Schüler keinen persönlichen Bezug zur Stammzellproblematik. Durch die direkte Konfrontation mit Aussagen und dem Angebot verschiedener Stellungnahmen dazu wird ihnen ermöglicht, sich rasch eine eigene Meinung zu bilden und diese zu artikulieren.

Der Ethiktest holt die Schülerinnen und Schüler da ab, wo sie selbst mit Ihrer Meinung stehen - und dies auf einem reflektierten Niveau. Die Schüler sind gezwungen, sich mit den gängigen Aussagen und Meinungen zur Stammzellforschung auseinander zu setzen. Und dies auf eine spielerische Art und Weise.

Allgemeine Ziele des Ethiktests

Basiswissen zur Stammzellforschung - Zusammen mit dem kurzen thematischen Input zum Thema begibt sich die Schülerin oder der Schüler mitten in das Thema hinein. Einige zentrale Aspekte werden aufgegriffen und jedem Einzelnen nahe gebracht.

 

Basiswissen zur moralischen Dimension - Die Schülerin oder der Schüler wird durch unterschiedliche Antworten in die moralische Dimension der Stammzellforschung hineingeführt. Wichtig: Hier geht es hauptsächlich um die Frage des Status des Embryos. Andere moralrelevanten Fragen, wie etwa die Frage nach der Forschungsfreiheit und der Verantwortung des Forschers, nach der Würde des Tieres im Tierexperiment oder nach der Patentierung von menschlichem Leben, bleiben hier nicht beachtet.

 

Selbstreflexion - Wahrnehmen und Bewusstmachen der eigenen Einstellung (Meinung, Interesse, Werte, Werthierarchie); Intuitionen, Gefühle und vielleicht noch nie in dieser Explizitheit gedachte Argumente werden nachempfunden und reformuliert.

 

Moralreflexion - Wahrnehmen und Bewusstmachen der moralischen Relevanz der Stammzellforschung

 

Konfliktreflexion - Kennenlernen der unterschiedlichen Argumente; Erfahren des Kernkonfliktes; Erkennen von Meinungs- und Interessensgegensätzen; Erkennen von Wertgegensätzen.

Die Positionen

 

Wichtig ist es uns, darauf zu hinzuweisen, dass keine dieser Positionen als richtig oder falsch beurteilt werden kann. Alle Positionen haben argumentative Stärken und Schwächen. Sie entsprechen paradigmatisch den wissenschaftlichen als auch in der Öffentlichkeit geführten Diskussionen.

Impulse, um ins Gespräch zu kommen

  • Finden Sie sich in der Position, die Ihrer Punktzahl entspricht, wieder?
  • Welches der zehn Statements widerspricht völlig Ihrer Ansicht?
  • Welches war für Sie das stärkste Statement/ Argument?

  • Welche Argumente oder Statements haben Sie besonders überrascht und vielleicht zu einem Überdenken der eigenen Position, einer Änderung des eigenen Urteils geführt?
  • Welche Fragen sind offen geblieben?
 
Zum Ethiktest ...
Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen Centrum für Bioethik - Westfälische Wilhelms-Universität Münster Zentrum der Didaktik für Biologie - Westfälische Wilhelms-Universität Münster Universitätsklinikum Münster Bundesministerium für Bildung und Forschung