Zentrale Begriffe

Zentrale Begriffe der ethischen Stammzelldebatte, wie Würde oder Gerechtigkeit, besitzen mehrere Bedeutungen. Sie werden in unterschiedlicher Weise verwendet.

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Nichtschaden, Fürsorge, Selbstbestimmung und Gerechtigkeit

Die beiden US-amerikanischen Bioethiker Beauchamp und Childress haben vier „Prinzipien mittlerer Reichweite“ in den Mittelpunkt ihrer ethischen Überlegungen gestellt.

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Embryonenschutz

Embryonen werden in Deutschland von Gesetzes wegen geschützt. In der ethischen Diskussion werden verschiedene Gründe diskutiert, die gegen eine Zerstörung oder Tötung von Embryonen sprechen könnten.

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Nutzung von Stammzellen als Testsystemen?

Humane embryonale Stammzellen und auch induzierte pluripotente Stammzellen zeichnen sich durch ihre Plastizität und ihre große Proliferationsfähigkeit aus. Sie besitzen das Potenzial sich in jeden Zelltyp differenzieren zu können und lassen sich nahezu unbegrenzt vermehren. Sie sind aus diesen (und weiteren) Gründen für die biomedizinische Forschung von großem Interesse.

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Artifizielle Keimzellen

Seit einigen Jahren ermöglichen es neue Verfahren der Stammzellforschung, künstliche Keimzellen aus pluripotenten Stammzellen herzustellen. Solche in vitro erzeugten Samen- oder Eizellen bezeichnet man als artifizielle Keimzellen bzw. artifizielle Gameten. Als Quelle kommen dafür vor allem embryonale Stammzellen, Keimbahnzellen und induzierte pluripotente Stammzellen infrage, die im Labor so differenziert werden, dass daraus primordiale oder funktionale Gameten entstehen.

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Genom-Editierung: Werkzeugkasten der Gentechnik

Unter dem Begriff Genom-Editierung (genome editing) werden verschiedene molekulargenetische Verfahren zusammengefasst, mit denen sich das Erbgut von Pflanzen, Tieren und Menschen gezielt verändern lässt. Neue Technologien wie insbesondere das CRISPR/Cas9-System funktionieren dabei wie ein besonders präziser und effizienter Werkzeugkasten der Gentechnik.

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Ethische Aspekte zu iPS-Zellen

Induzierte pluripotente Stammzellen, sog. iPS-Zellen, sind Zellen, die durch Reprogrammierung aus differenzierten somatischen Zellen entstanden sind, und die möglicherweise die gleichen Eigenschaften und das gleiche Potential besitzen wie humane embryonale Stammzellen.

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Chimären und Hybride

Unter Chimären werden seit der griechischen Mythologie Mischwesen verstanden, die meist aus menschlichen und tierischen Anteilen bestehen (z.B. Minotauros oder Meerjungfrauen).

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Naturalistischer Fehlschluss

Aus einer reinen Sach- oder Situationsbeschreibung eine Norm abzuleiten, bedeutet, einen Naturalistischen Fehlschluss bzw. einen Sein-Sollens-Fehlschluss zu begehen.

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Forschungsfreiheit

Die Forschungsfreiheit ist im Grundgesetz festgelegt. Doch auch ein hochrangiges Ziel einer Forschung kann ein ethisch zu missbilligendes Mittel nicht rechtfertigen.

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Verteilungsgerechtigkeit

Gerecht oder ungerecht: Nutzen die Ergebnisse der Forschung allen gleichermaßen oder können die Forschungsgelder nicht besser verwendet werden?

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Solidarität

Menschen sollten füreinander da sein, für die jetzigen und auch die zukünftigen Genarationen. Doch lässt sich das vereinbaren?

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Menschenwürde

Der Begriff der Menschenwürde wird in bioethischen Diskussionen häufig herangezogen. Vor allem dann, wenn es darum geht, die Sonderstellung des Menschen herauszustellen oder absolute Grenzen dessen zu markieren, was man mit Menschen tun darf.

Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen Centrum für Bioethik - Westfälische Wilhelms-Universität Münster Zentrum der Didaktik für Biologie - Westfälische Wilhelms-Universität Münster Universitätsklinikum Münster Bundesministerium für Bildung und Forschung