Ablaufplan für Spielleitung
In diesem Ablaufplan sind wichtige Regieanweisungen für die Durchführung des Planspiels enthalten.
1. Doppelstunde
Allgemeine Einführung (90 Minuten)
- Akteur: Spielleitung
- Einführung:
- Was ist ein Planspiel?
- Schematischer Ablauf dieses Planspiels
- Hinweis auf die Regeln des Spiels
- Formulierung eines Ziels dieses Planspiels
- Arbeitsmaterialien:
- Einführung in das Planspiel
- Regelhinweise
- Einführung Enquete:
- Was ist eine Enquete?
- Was ist eine thematische Arbeitsgruppe?
- Was ist eine Fraktionsarbeitsgruppe?
- Was tut ein Obleutegremium?
- Welche Rolle hat der / die Vorsitzende?
- Einführung Stammzellen:
- Was sind embryonale Stammzellen?
(optional, je nach Vorbereitung der Spielenden, vgl. im Einführungsartikel)
- Arbeitsmaterialien:
- Thementexte aus zellux.net ausdrucken
oder: - Online-Recherche auf zellux.net
Verteilung der Rollen und Anweisungen
- Akteur: Spielleitung
- Rollenverteilung erfolgt
- entweder gezielt durch Spielleitung
- oder zufällig, indem Schüler/innen einen Umschlag wählen
(Achtung: Einige Rollen sind geschlechtsspezifisch) - In jedem Umschlag befinden sich Rollenprofil und weiteres Material. Jeder Spieler gehört durch seine Rolle eindeutig bestimmten Gruppen an:
- die Politiker zu ihren Fraktionsarbeitsgruppen und
- die Sachverständigen zu ihrer thematischen Arbeitsgruppe sowie derjenigen Fraktionsarbeitsgruppe, auf deren Vorschlag er/sie in die Enquete berufen wurde
- Den Jugendlichen wird verdeutlicht, dass es eine große Chance ist, sich an einer fremden Rolle zu versuchen und sie mit Leben zu füllen, einen Perspektivwechsel zu vollziehen.
- Arbeitsmaterialien:
Je Umschlag enthalten (Rollenname und Fraktionsarbeitsgruppenzugehörigkeit sind außen vermerkt): - Rollenprofil
- Parteiprogramm
- Namensschild
- Übersicht aller Rollen
- Regelhinweise
- Was ist eine Enquete?
- Ausgangssituation der Enquete
- Ablaufplan für Enquete-Mitglieder
- Geschäftsordnung der Enquete
- für alle Spielenden individuell zusammenstellen!
Identifikation mit der Rolle
- Akteure: Alle Spieler
- Eigene Rolle lesen und sich damit vertraut machen:
- Wie sind Sie gekleidet?
- Wie sprechen Sie?
- Wie geben Sie sich?
- Welches Wissen bringen Sie ein? etc.
- Bei Unklarheiten unbedingt bei der Planspielleitung nachfragen!
- Wichtige Informationen für die Rolle auf zellux.net recherchieren, Hintergrundinfos zu Stammzellforschung recherchieren.
- Die Identifikation mit der eigenen Rolle als Hausaufgabe zur Vorbereitung der
2. Doppelstunde vergeben.
2. Doppelstunde
Einsetzen der Enquete (10 Minuten)
- Akteur: Spielleitung = Bundestagspräsident/in
- Beschluss des Bundestages verlesen
- Erläuterung des Auftrags der Enquete
- Berufung der Mitglieder der Enquete
- Arbeitsmaterialien
- Einsetzung der Enquete durch den Bundestag
- Diverse Schilder:
- Türschild der Gesamtenquete
- Tischschilder für jede Fraktionsarbeitsgruppe
- Tischschilder für jeden Spieler
Erste Sitzung der Enquete (10 Minuten)
- Akteure: Alle Politiker
- Wahl der/des Vorsitzenden der Gesamtenquete (nur Politiker/innen wählen aus dem Kreis der Politiker/innen).
Spielleitung verteilt „Rollenanweisung Vorsitzender“. - Wahl des Protokollanten
Vorsitzende/r schickt die Enquete in die 1. Fraktionsarbeitsgruppensitzung
- Arbeitsmaterialien
Rollenanweisung Vorsitzende/r Enquete
Erste Fraktionsarbeitsgruppensitzung (25 Minuten)
- Akteure: Alle Spieler
Spielleitung verteilt die „Anweisung für die 1. Fraktionsarbeitsgruppensitzung“ und „Rollenanweisung Obleute“.
Politiker und Sachverständige kommen in der jeweiligen Fraktionsarbeitsgruppe zusammen, lernen sich kennen, stellen sich als Personen gegenseitig vor. - Wahl des/r Vorsitzenden der Fraktionsarbeitsgruppe (Sitzungsleitung).
- Wahl des Obmanns / der Obfrau.
- Wahl des Protokollanten / der Protokollantin.
- Kurze Besprechung der inhaltlichen und machttaktischen Strategie anhand der Parteiprogramme.
- Strategische Verteilung der Politiker auf die thematischen Arbeitgruppen (Sachverständige nehmen an ihrem Sachgebiet teil).
- Arbeitsmaterialien
- Anweisung für die 1. Fraktionsarbeitsgruppensitzung (5 Blätter)
- Tischschilder: Fraktionsarbeitsgruppen (5 Blätter)
- Türschilder: Fraktionsarbeitsgruppen (5 Blätter)
- Rollenanweisung Obleute (5 Blätter)
Sitzung der thematischen Arbeitsgruppen (45 Minuten)
- Akteure: Alle Spieler
Spielleitung verteilt „Anweisung für thematische Arbeitsgruppe“ und „Stellungnahme der thematischen Arbeitsgruppe“. - Kennen lernen, gegenseitige Vorstellung
- Wahl eines Moderators / einer Moderatorin.
- Wahl eines Protokollanten / einer Protokollantin.
- Beratung über Inhalte der Stellungnahme der thematischen Arbeitsgruppe: Zusammenstellung des Pro und Contra.
- Arbeitsmaterialien
- Tischschilder: thematische Arbeitsgruppen (4 Blätter)
- Türschilder: thematische Arbeitsgruppen (4 Blätter)
- Anweisung für thematische Arbeitsgruppe (4 Blätter)
- Stellungnahme der thematischen Arbeitsgruppe (4 Blätter)
- Hausaufgabe
- Recherche in zellux.net zur Position der thematischen Arbeitsgruppe.
- Formulierung einer gemeinsamen Stellungnahme der thematischen AG auf dem Stellungnahmebogen, der der Spielleitung übergeben wird.
3. Doppelstunde
Kopieren und Austeilen der Stellungnahmen (5 Minuten)
- Arbeitsmaterialien (werden von der Spielleitung verteilt):
- „Anweisung für die 2. Sitzung der Fraktionsarbeitsgruppe“ (5 Blätter)
- „Empfehlung der Fraktionsarbeitsgruppe“ (5 Blätter)
- Je ein Exemplar der Stellungnahmen aus jeder thematischen Arbeitsgruppe.
Jede Fraktionsarbeitsgruppe hat 4 Stellungnahmen vorliegen (plus 1 Exemplar für Spielleitung, 6 x 4 Blätter) - Türschilder Fraktionsarbeitsgruppen (5 Blätter)
- Tischschilder Fraktionsarbeitsgruppen (5 Blätter)
Zweite Sitzung der Fraktionsarbeitsgruppen (55 Minuten)
- Akteure: Alle Spieler
- Diskussion der Stellungnahmen aus den thematischen Arbeitsgruppen
- Welche Fragen sind noch offen?
- Was überzeugt bzw. überzeugt nicht?
- Welche Einwände bestehen?
- Kann das vor den Wählern vertreten werden?
- Kann die Partei damit leben?
- Hausaufgabe
- Formulieren einer Empfehlung (mit differenzierter Begründung) der Fraktionsarbeitsgruppe für die Gesamtenquete-Kommission.
- Empfehlung wird an Spielleitung übergeben.
Diese verteilt die 5 Empfehlungen in Kopie an den/die Vorsitzenden/in der Gesamtenquete und an die 5 Fraktionsarbeitsgruppen (7x 5 Blätter, inkl. je 1 Exemplar für Spielleitung)
Sitzung des Obleutegremiums (30 Minuten)
- Akteure: Alle Obleute (Alle anderen recherchieren für Empfehlung)
Spielleitung verteilt „Anweisung für das Obleutegremium“ und „Strategie des Obleutegremiums“ - Kennen lernen, gegenseitige Vorstellung
- Festhalten der Gemeinsamkeiten
- Festhalten der gravierenden und geringen Differenzen
- Verständigung auf eine Strategie für die Abstimmung in der 2. Gesamtenquetesitzung
- Abgabe der Strategie an die Spielleitung
Diese kopiert die Strategie und verteilt sie an die 5 Fraktionsarbeitsgruppen und an die/den Vorsitzende/n der Gesamtenquete.
1 Exemplar für Spielleitung (7 Blätter).
- Arbeitsmaterialien
- Türschild: Obleutegremium (1 Blatt)
- Anweisung für das Obleutegremium (1 Blatt)
- Strategie des Obleutegremiums (1 Blatt)
4. Doppelstunde
Zweite Sitzung der Gesamtenquete (45 Minuten)
- Akteure: Alle Spieler
Spielleitung verteilt „Anweisung für die 2. Sitzung der Enquetekommission“ und „Empfehlung der Enquetekommission“. - Die Obleute berichten darüber, welche formalen & organisatorischen Vereinbarungen sie getroffen haben.
Kurze Aussprache hierüber. - Die Gesamtenquetekommission stimmt darüber ab, ob sie diese neuen Vereinbarungen übernehmen will.
Je nach Ergebnis müssen neue Vorschläge zum Vorgehen gemacht werden. - Die inhaltlichen Empfehlungen der Fraktionsarbeitsgruppen werden vorgelesen.
Aussprache hierüber. - Abstimmung über die Empfehlung der Gesamtenquete-Kommission.
- Arbeitsmaterialien
- Anweisung für die 2. Sitzung der Enquetekommission
- Empfehlung der Enquetekommission
Übergabe der Empfehlung (5 Minuten)
- Akteure: Alle Spieler, Spielleitung
- Protokollant/in und Vorsitzende/r Enquete schreiben die Empfehlung auf.
- Feierliche Übergabe an den/die Präsident/in des Bundestags (Spielleitung) ggfls. mit Fototermin.
- Arbeitsmaterialien
- Digitalkamera
Gesamtauswertung (40 Minuten)
- Die Spielleitung entlässt die Spieler aus den Rollen
- Gesamtauswertung
- Bezug zur Realität herstellen
(Vgl. Hinweise in „Einführung in das Planspiel“)
- Hausaufgabe: Evaluationsbogen für Projekt zellux.net ausfüllen



