FĂŒr Ausdruck sammeln Diese Seite per E-Mail empfehlenDiese Seite drucken

Eizellen als handelbarer Rohstoff

Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands gegen Nutzung von Embryonen

Gerade aus der Sicht von Frauen ist nicht auszuschließen, dass der weibliche Körper kĂŒnftig zur „ProduktionsstĂ€tte verwertbarer Eizellen“ degradiert wird.

Gerade aus der Sicht von Frauen ist nicht auszuschließen, dass der weibliche Körper kĂŒnftig zur „ProduktionsstĂ€tte verwertbarer Eizellen“ degradiert wird.

 

Die kfd befĂŒrwortet und fordert hingegen die verstĂ€rkte Forschung an adulten Stammzellen. Auszuschließen ist jede Lockerung des Embryonenschutzgesetzes, das verbrauchende Embryonenforschung erlaubt sowie eine Verwendung von Embryonen zulĂ€sst, die nicht darauf gerichtet ist, eine Schwangerschaft zu erzielen.

 

Mit Entschiedenheit spricht sich die kfd gegen therapeutisches und reproduktives Klonen aus. Beim therapeutischen Klonen entstehen Embryonen, die anschließend vernichtet werden. Durch reproduktives Klonen wird ein Embryo erzeugt, der die genetische Kopie eines anderen Menschen ist. Beim therapeutischen wie beim reproduktiven Klonen wird das in der MenschenwĂŒrde und der Gottebenbildlichkeit des Menschen begrĂŒndete Recht auf genetische IndividualitĂ€t verletzt.

 

Vor jedem Klonen mĂŒssen Frauen Eizellen entnommen werden. Beispielsweise werden in den USA oder England Frauen zur Eizellspende unter anderem durch Kostensenkung fĂŒr eine IVF-Behandlung motiviert, wenn sie sich mit der zusĂ€tzlichen Entnahme von Eizellen zu Forschungszwecken einverstanden erklĂ€ren. Diese Frauen gehen ein Gesundheitsrisiko zu Gunsten dritter ein.

 

Beim Klonen entsteht die Gefahr, dass Eizellen zu einem handelbaren „Rohstoff“ werden, fĂŒr den wirtschaftliche Notlagen oder die Selbstlosigkeit von Frauen ausgebeutet werden. Bei der Debatte ĂŒber das Klonen muss also auch gefragt werden: Wie kamen die Forscher zu den dafĂŒr nötigen Eizellen? Warum hat die Frau einer Eizell-Entnahme zugestimmt? Es geht beim Klonen auch um die WĂŒrde von Frauen.



Max-Planck-Institut fĂŒr molekulare Biomedizin Institut fĂŒr Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen Centrum fĂŒr Bioethik - WestfĂ€lische Wilhelms-UniversitĂ€t MĂŒnster Zentrum der Didaktik fĂŒr Biologie - WestfĂ€lische Wilhelms-UniversitĂ€t MĂŒnster UniversitĂ€tsklinikum MĂŒnster Bundesministerium fĂŒr Bildung und Forschung