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Online-Ethiktest

Die folgenden 10 Fragen sollen dazu dienen, Ihrer persönlichen Haltung zum Thema Stammzellforschung näher zu kommen.

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7: „Schiefe Ebene “

Als 1978 das erste Retortenbaby (es wurde im Reagenzglas gezeugt) geboren wurde, war der Aufschrei groß. Mittlerweile gibt es Millionen von Menschen, die auf diese Art und Weise gezeugt wurden, man hat sich daran gewöhnt oder es akzeptiert. Ebenso scheint es mit dem Klon-Schaf Dolly gewesen zu sein, das 1997 präsentiert wurde. 1998 werden erstmals menschliche embryonale Stammzellen im Labor kultiviert. Im Jahr 2000 erlaubt die britische Regierung, menschliche Embryonen zu klonen, mit der Einschränkung, keine ganzen Menschen zu kopieren. In Deutschland wird 2008 der Stichtag geändert , der regelt, welche embryonalen Stammzellen importiert werden dürfen: Er ist vom 1. Januar 2002 auf den 1. Mai 2007 verschoben worden. Schon werden Stimmen laut, die sogar die Abschaffung des Stichtags und eine generelle Einfuhrerlaubnis fordern. Eine einmal angestoßene Entwicklung kann man nicht mehr aufhalten. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis man ganze Menschen als Ersatzteillager klont oder nach unseren Wünschen gestaltet oder erschafft. Deshalb muss man solche Entwicklungen schon von Anfang an stoppen.

  1. Stimmt genau. Die Forschung wird immer weiter gehen, die Begehrlichkeiten werden immer größer werden und irgendwann haben wir uns an das Produzieren und Töten von menschlichen Embryonen absolut gewöhnt. Auch ein noch so kleiner Embryo hat den vollen Lebensschutz, die Forschung an ihren Zellen - bei der sie getötet werden - ist absolut abzulehnen.
  2. Der Meinung bin ich eigentlich auch. Es muss auf alle Fälle verhindert werden, dass neue Embryonen für die Forschung produziert und getötet werden. Das darf auf keinen Fall passieren. Die Forschung an embryonalen Stammzellen, die schon vorhanden sind, für die also keine Embryonen mehr getötet werden müssen, halte ich aber für unproblematisch.
  3. Das finde ich nicht. Entwicklungen sind doch nicht grundsätzlich schlecht. Wir finden es ja auch gut, wenn die Qualität von Lebensmitteln verbessert wird oder der Energieverbrauch durch bessere Technologien gesenkt wird. Dafür benötigt man nun mal Forschung. Das Forschen mit Stammzellen halte ich für unbedenklich, für ungewollte Entwicklungen kann man gesetzliche Schranken einbauen.
  4. Das finde ich nicht. Wenn man sich überlegt, was erlaubt sein soll und was nicht, kann man das ja gesetzlich regeln. Es prinzipiell zu verbieten, halte ich für keine gute Lösung, da es sich ja um Zellen handelt, aus denen nur Organe aber keine ganzen Menschen entstehen können. Natürlich muss man beachten, dass man mit einem menschlichen Embryo nicht alles - und vor allem nicht beliebig - machen darf. Prinzipiell sollte es aber nicht verboten sein, daran zu forschen.

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