Wenn die Stammzellforschung hält, was sie verspricht, dann können mit ihrer Hilfe in Zukunft sehr viele Menschenleben gerettet werden. Lohnt es sich nicht, dafür Embryonen zu töten?

Welche Antwort man auf diese Frage für richtig hält, hängt offenkundig davon ab, welchen moralischen Status man menschlichen Embryonen zuschreibt.

 

Wer zum Beispiel der Auffassung ist, dass bereits dem menschlichen Embryo Würde oder Lebensschutz zukommen, wird nicht bereit sein, menschliche Embryonen für die Entwicklung zukünftiger Therapieoptionen zu opfern. Zumal auch deshalb nicht, weil der Erfolg der Stammzellforschung ungewiss ist.

 

Wer dagegen meint, dass Embryonen keinen Schutzanspruch, oder jedenfalls nicht den gleichen wie erwachsene Menschen, verdienen, der wird möglicherweise die Vor- und Nachteile genau abwägen – und die Forschung mit embryonalen Stammzellen vielleicht dann für vertretbar halten, wenn diese „hochrangigen“ Zielen dient.

 

Wieder andere sehen hier ein ethisches Dilemma: Für sie stehen hier mit dem Schutz des Lebens einerseits und der Verpflichtung zur Hilfe andererseits zwei ethische Prinzipien auf dem Spiel. Diese sind zwar beide gleich wichtig, können jedoch nicht gleichzeitig erfüllt werden.

 

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