FĂŒr Ausdruck sammeln Diese Seite drucken

Wenn die Stammzellforschung hĂ€lt, was sie verspricht, dann können mit ihrer Hilfe in Zukunft sehr viele Menschenleben gerettet werden. Lohnt es sich nicht, dafĂŒr Embryonen zu töten?

Welche Antwort man auf diese Frage fĂŒr richtig hĂ€lt, hĂ€ngt offenkundig davon ab, welchen moralischen Status man menschlichen Embryonen zuschreibt.

 

Wer zum Beispiel der Auffassung ist, dass bereits dem menschlichen Embryo WĂŒrde oder Lebensschutz zukommen, wird nicht bereit sein, menschliche Embryonen fĂŒr die Entwicklung zukĂŒnftiger Therapieoptionen zu opfern. Zumal auch deshalb nicht, weil der Erfolg der Stammzellforschung ungewiss ist.

 

Wer dagegen meint, dass Embryonen keinen Schutzanspruch, oder jedenfalls nicht den gleichen wie erwachsene Menschen, verdienen, der wird möglicherweise die Vor- und Nachteile genau abwĂ€gen – und die Forschung mit embryonalen Stammzellen vielleicht dann fĂŒr vertretbar halten, wenn diese „hochrangigen“ Zielen dient.

 

Wieder andere sehen hier ein ethisches Dilemma: FĂŒr sie stehen hier mit dem Schutz des Lebens einerseits und der Verpflichtung zur Hilfe andererseits zwei ethische Prinzipien auf dem Spiel. Diese sind zwar beide gleich wichtig, können jedoch nicht gleichzeitig erfĂŒllt werden.

 

Max-Planck-Institut fĂŒr molekulare Biomedizin Institut fĂŒr Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen Centrum fĂŒr Bioethik - WestfĂ€lische Wilhelms-UniversitĂ€t MĂŒnster Zentrum der Didaktik fĂŒr Biologie - WestfĂ€lische Wilhelms-UniversitĂ€t MĂŒnster UniversitĂ€tsklinikum MĂŒnster Bundesministerium fĂŒr Bildung und Forschung